{"id":316,"date":"2020-03-27T16:10:49","date_gmt":"2020-03-27T15:10:49","guid":{"rendered":"http:\/\/alefbet.z-g-a.de\/?p=316"},"modified":"2021-06-02T13:00:02","modified_gmt":"2021-06-02T11:00:02","slug":"purimfeier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alefbet.de\/?p=316","title":{"rendered":"Purimfeier"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Das babylonische Reich war durch Eroberung im persischen aufgegangen, und fast alle Juden waren dadurch Untertanen der Perser geworden. Weder die babylonischen noch die persischen K\u00f6nige behandelten die Juden schlimmer als ihre \u00fcbrigen Unterta\u00adnen. Einzelne, wie Daniel, Nechemja, Mordachai, gelangten sogar zu hohen \u00c4mtern. Aber diese g\u00fcnstige Lage barg auch Gefahren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele glaubten, sie m\u00fc\u00dften sich diese Stellung bewahren, auch gegen das Wort und den Geist der Tora. Nach der \u00dcberlieferung unserer Weisen s.A. hatten sich viele unserer V\u00e4ter nicht im Ernst, wohl aber zum Schein ( 14,2) vor dem G\u00f6tzenbild Nebuchad\u00adnezars niedergeworfen. Sie wollten Juden sein, aber nicht schei\u00adnen, w\u00e4hrend Israel namentlich darum mit Zerstreuung gestraft wurde, dass es unter den V\u00f6lkern offen und mutig den Einen und Einzigen bekenne. Darum lie\u00df Gott die im Buche Esther ausf\u00fchrlich erz\u00e4hlten Ereignisse eintreten, um die Schwachen und Schwankenden an ihre Aufgab zu erinnern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. Haman, einer Familie entsprossen, in welche die Feindseligkeit gegen Israel erblich war (2.Mos. 17,8 ff.), erkannte wohl, dass von solchem Scheinabfall zum wirklichen nur ein Schritt sei, und dass der Abfall von Gott von jeher Israel Verderben brachte; darum wollte er unsere V\u00e4ter an diesen Abfall gew\u00f6hnen. Nach der \u00dcber\u00adlieferung, ohne welche wir weder Mordoachi noch Haman begreifen, trug Haman ein G\u00f6tzenbild an sich, vor welchem sich die vor ihm B\u00fcckenden gleichzeitig b\u00fcckten (18,3). Mordochai aber, das Urbild eines frommen Juden, treu seinem K\u00f6nig (Esther 2, 21\u201123), treu zur Tora, Mordochai widerstand. Er achtete nicht seiner hohen Stellung am Hofe des K\u00f6nigs, sondern dachte nur daran, ganz und voll die Vorschrift der Tora zu befolgen. Dadurch zeigte er die Gefahr der Zerstreuung und den Weg, ihr zu widerstehen, und f\u00fcgte so den schon vorhandenen Denkm\u00e4lern, dass Gott das ihm treue Israel nicht verl\u00e4\u00dft, ein neues bei, das Purimfest, f\u00fcr welches folgende Vorschriften gelten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3. Jeder ist verpflichtet (auch Frauen), am Abend des 13. Adar&nbsp; nach Anbruch der Nacht und am 14. Adar (Purim) morgens das Buch Esther (Megila) aus einer vorschriftsm\u00e4\u00dfig geschriebenen Rolle entweder selbst zu lesen, oder die Vorlesung von einem kundigen Mann anzuh\u00f6ren. Wenn m\u00f6glich, soll dieses in zahlreicher Versamm\u00adlung geschehen, um das Wunder der Rettung Israels in feierlicher \u00d6ffentlichkeit zu verk\u00fcnden. Die Vorlesung darf, wenn sie nicht rechtzeitig stattfinden konnte, die ganze Nacht und den ganzen Tag nachgeholt werden Man schaltet in das ( ) und in das Tischge\u00adbet das Gebet ( ) ein und liest morgens aus der Tora 2. Mos.17, 8 ff.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sind ferner verpflichtet, den Tag durch ein heiteres Festmahl auszuzeichnen, dann auch, um uns gegenseitig zu erfreuen, wenig\u00adstens einem Freund zwei alsbald genie\u00dfbare Geschenke zuzusenden, und endlich den Armen (mindestens zweien) Gaben zu spenden. Letzteres ist wichtiger als Mahl und Geschenke; denn es gibt keine gr\u00f6\u00dfere und r\u00fchmenswertere Freude als die, Arme, Betr\u00fcbte, Witwen und Waisen zu erfreuen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">5. Der 15. Adar hei\u00dft aus dem im Buche Esther 9,18 angegebenen Grund (&nbsp;&nbsp; ); an demselben wird das Gebet Tachanun nicht gebetet. Im Schaltjahr begehen wir die Purimfeier im Adar II. Dann werden jedoch der 14. und 15 Adar I dadurch ausgezeichnet, das Tachanun gebetet wird (Purim katan).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Das babylonische Reich war durch Eroberung im persischen aufgegangen, und fast alle Juden waren dadurch Untertanen der Perser geworden. 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