{"id":377,"date":"2020-03-27T16:35:34","date_gmt":"2020-03-27T15:35:34","guid":{"rendered":"http:\/\/alefbet.z-g-a.de\/?p=377"},"modified":"2021-06-06T15:27:50","modified_gmt":"2021-06-06T13:27:50","slug":"aushilfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alefbet.de\/?p=377","title":{"rendered":"Aushilfe"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Die Tora gebietet uns, unseren verarmenden Nebenmeschen so lange als m\u00f6glich zu st\u00fctzen, dass er sich ehrbar ern\u00e4hren k\u00f6nne und nicht auf die niederste Stufe der Armut heruntersinke, die ihn zwingt, Almosen zu nehmen, und den Gefahren der Arbeitslosig\u00adkeit und des M\u00fc\u00dfiggangs aussetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir erf\u00fcllen diese Pflicht schon ohne Opfer, wenn wir dem herunterkommenden Handwerker oder Kaufmann Arbeit oder Kunden verschaffen, oder unsere Arbeit von ihm fertigen lassen, unsere Bed\u00fcrfnisse bei ihm kaufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. Eine weitere Art der Rettung vor v\u00f6lliger Verarmung ist das Darlehen; darum gebietet uns die Tora, den Armen in seiner Not durch Darlehen zu unterst\u00fctzen. Diese Art der Hilfe ist vorz\u00fcgli\u00adcher als Almosen, weil sie den Armen weniger besch\u00e4mt, weil das ihm geschenkte Vertrauen anderer sein Selbstvertrauen st\u00e4rkt, und das Streben, durch Heimzahlung sich dieses Vertrauens w\u00fcrdig zu machen, ihn zur Arbeit und Sparsamkeit anspornt. \u00dcbrigens sollen wir auch Reiche, wenn sie zuweilen dessen bed\u00fcrfen, durch Darle\u00adhen unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3. Demjenigen, der einem Armen geliehen oder geborgt hat, verbie\u00adtet die Tora, die Schuld zu fordern, wenn er wei\u00df, der Schuldner kann nicht zahlen. Es ist dem Gl\u00e4ubiger sogar verboten, sich dem Schuldner nur zu zeigen, damit dieser sich nicht seiner Zahlungs\u00adunf\u00e4higkeit sch\u00e4men m\u00fcsse. Es ist besser, nicht zu verleihen, als den Schuldner zu dr\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">4. Gleichzeitig mit der \u00dcbergabe des Darlehens darf sich der Darleiher alles beliebige als Pfand geben lassen; nach der \u00dcber\u00adgabe und vor der zur Zahlung bestimmten Zeit jedoch darf der Gl\u00e4ubiger sich gegen den Willen des Schuldners in keiner Weise ein Pfand selbst nehmen; auch der Gerichtsbote, dem er die Pf\u00e4n\u00addung zu \u00fcberlassen hat, darf nach Toravorschrift nicht zur Pf\u00e4ndung ins Haus des Schuldners kommen, sondern ihn nur im Freien pf\u00e4nden, jedoch keine zur Speisebereitung dienenden Ger\u00e4tschaften als Pfand nehmen. \u2011 Dem Gl\u00e4ubiger verbietet die Tora, gepf\u00e4ndete Gegenst\u00e4nde, welche dem Schuldner zuweilen unentbehrlich sind, zu einer Zeit bei sich zu behalten, w\u00e4hrend welcher der Schuldner ihrer bedarf, gebietet vielmehr, diesem, was er bei Tage braucht, wie Kleider und Werkzeug, bei Tage, und was er bei Nacht braucht, wie Betten und Decken, bei Nacht zu\u00adr\u00fcckzugeben. Doch verliert der Gl\u00e4ubiger durch diese R\u00fcckgabe seine Anspr\u00fcche auf das Pfand nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn dein Bruder verm\u00f6gensschwach wird, und es schwankt seine Hand bei dir, sollst du ihn unterst\u00fctzen, auch den nur Beisasse gewordenen Fremdling, so dass er bei dir leben kann. 3.Mos. 25. 35.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Du darfst dein Herz nicht verh\u00e4rten und deine Hand nicht ver\u00adschlie\u00dfen deinem Bruder, dem D\u00fcrftigen; sondern \u00f6ffnen, wieder\u00adholt \u00f6ffnen sollst du ihm deine Hand und ihm leihen, wiederholt leihen, gen\u00fcgend f\u00fcr das Bed\u00fcrfnis, was ihm fehlt. 5.Mos. 15,7\u20118.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn du bei deinem N\u00e4chsten eine Schuld zu fordern hast, so sollst du nicht in sein Haus kommen, um sein Pfand zu pf\u00e4nden. Drau\u00dfen sollst du stehen, und der Mann, an den du die Forderung hast, soll dir das Pfand hinausbringen, und ist er ein armer Mann, so sollst du dich nicht mit seinem Pfande niederlegen; immer mu\u00dft du ihm das Pfand mit Sonnenuntergang zur\u00fcckgeben, dass er in seinem Gewande ruhe und dich segne. F\u00fcr dich wird das aber als Pflichtgerechtigkeit dastehen vor Gott, deinem Gott.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">5. Mos. 24. 10\u201113.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn du das Kleid deines N\u00e4chsten pf\u00e4ndest, bis zum Sonenunter\u00adgang gib es ihm zur\u00fcck; denn es allein ist seine Bedeckung, es ist sein Gewand f\u00fcr seinen Leib. Worauf soll er sich betten? Wird er zu mir schreien, so h\u00f6re ich, denn ich bin gnadevoll. 2.Mos. 22. 25\u201126.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man soll nicht den unteren oder oberen M\u00fchlstein pf\u00e4nden; denn der pf\u00e4ndet das Leben. 5. Mos. 26.6.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. 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