{"id":417,"date":"2020-03-27T16:47:16","date_gmt":"2020-03-27T15:47:16","guid":{"rendered":"http:\/\/alefbet.z-g-a.de\/?p=417"},"modified":"2021-06-06T15:25:29","modified_gmt":"2021-06-06T13:25:29","slug":"die-vorschriften-ueber-die-richter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alefbet.de\/?p=417","title":{"rendered":"Die Vorschriften \u00fcber die Richter"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Das Recht ist Gottes; der Gerechtigkeit strebe nach, sagt uns die Tora; ein Gott des Rechtes ist Gott, verk\u00fcndet der Prophet; auf Gerechtigkeit beruht die Welt; jeder Richter, der durch sein Urteil das wahre Recht zur Geltung bringt, ist gleichsam Teilha\u00adber Gottes am Sch\u00f6pfungswerke, lehren unsere Weisen s.A.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Darum gebot Gott schon den Noachiden (81,2 i,7), eine Rechtspflege herzustellen, und darum gab er Israel in der Tora eine ausf\u00fchrli\u00adche Rechtgesetzgebung. Diese ist zwar f\u00fcr uns in der Zerstreuung gr\u00f6\u00dftenteils unausf\u00fchrbar; dennoch ist es gut, sie kennen zu lernen, teils weil wir daraus den Geist des Rechtes erkennen, der in der Tora waltet, teils weil dasjenige davon, was mit den Gesetzen der verschiedenen L\u00e4nder \u00fcbereinstimmt, uns auch im Gewissen verpflichtet, teils aber auch, weil manche Vorschriften \u00fcber ausschlie\u00dflich j\u00fcdische Angelegenheiten auch heute noch angewendet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. Die Tora gebietet, allenthalben Richter einzusetzen, die jederzeit bereit sind, das Recht zu handhaben. Es ist verboten, hierzu M\u00e4nner zu berufen, die nicht in der Tora gr\u00fcndlich erfah\u00adren sind. Sie sollen durch Weisheit, Demut, Gottesfurcht, Unein\u00adgenn\u00fctzigkeit und Wahrheitsliebe sich auszeichnen, die Liebe ihrer Mitmenschen und einen guten Ruf besitzen. Ganz besonders wird von ihnen eine unbeugsame Festigkeit des Willens gefordert und ihnen jede Menschenfurcht verboten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3. Der Richter darf das Recht nicht beugen, d.h. er darf dem Ungerechten nicht Recht, dem Gerechten nicht Unrecht geben, oder zur Kr\u00e4nkung einer der Parteien die Rechtsprechung auch nur verschieben; er darf die Person nicht ansehen, den Reichen und Vornehmen nicht freundlicher empfangen und gr\u00fc\u00dfen als den Armen und Geringen, mu\u00df vielmehr die Parteien vollkommen gleich behan\u00addeln, darf nicht den einen sitzen und den andern stehen lassen, dem einen Zeit zum Sprechen lassen, dem anderen sie versagen; er darf, um nicht voreingenommen zu werden, den einen nicht in Abwe\u00adsenheit des anderen h\u00f6ren. Er darf dem Armen nicht aus Barmher\u00adzigkeit Recht geben, wenn er im Unrecht ist, noch dem S\u00fcnder Unrecht in einem Falle, wo er im Recht ist. Der Richter darf keine Geschenke (Bestechung) annehmen, selbst wenn sie ihm gege\u00adben werden sollten, um gerecht zu richten; auch durch Worte darf er sich nicht bestechen lassen. Das aus mehreren Richtern zusam\u00admengesetzte Gericht entscheidet nach Stimmenmehrheit; es ist aber jedem einzelnen Richter dabei verboten, seine oder seiner Genos\u00adsen Abstimmung zu verraten, und geboten, seine \u00dcberzeugung auch gegen\u00fcber der Mehrheit auszudr\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Richter und Vollzugsbeamte sollst du dir einsetzen in allen deinen Toren, die Gott, dein Gott, dir gibt f\u00fcr deine St\u00e4mme, dass sie das Volk richten nach gerechtem Urteil. 5. Mose. 16,18.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ersehe aus dem ganzen Volke t\u00fcchtige M\u00e4nner, gottesf\u00fcrchtige, M\u00e4nner der Wahrheit, die den Eigennutz hassen &#8230; sie sollen das Volk richten zu jeder Zeit&#8230; 2. Mos. 18, 21\u201122\u2011<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich gebot euren Richtern zu jener Zeit und sprach: H\u00f6ret eure Br\u00fcder untereinander und entscheidet gerecht zwischen einem Manne und seinem Bruder und dem Fremdling. Achtet auf keine Person im Gericht, den Geringen wie den Vornehmen h\u00f6ret, f\u00fcrchtet euch vor niemandem; Wer den Schuldigen freispricht und den Gerechten verurteilt \u2011 ein Greuel Gottes sind sie beide. Geschenke nimmt der Frevler aus der Tasche, um die Pfade des Rechtes zu kr\u00fcmmen. Spr.Sal. 17. 15, 23.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. 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