{"id":449,"date":"2020-03-27T16:57:58","date_gmt":"2020-03-27T15:57:58","guid":{"rendered":"http:\/\/alefbet.z-g-a.de\/?p=449"},"modified":"2021-06-06T16:36:23","modified_gmt":"2021-06-06T14:36:23","slug":"schliessung-und-heilighalten-der-ehe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alefbet.de\/?p=449","title":{"rendered":"Schlie\u00dfung und Heilighalten der Ehe"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Gott schuf den Menschen als Mann und Weib. In seiner Weisheit und G\u00fcte hat er jedem Geschlecht besondere Anlagen und F\u00e4higkei\u00adten derart verliehen, dass beide zusammen erst einen vollst\u00e4ndigen Menschen bilden und nur in innigster Gemeinschaft miteinander die h\u00f6chsten Aufgaben der Menschheit l\u00f6sen k\u00f6nnen,&nbsp; wie dieses in der Sch\u00f6pfungsgeschichte deutlich dargestellt ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. Darum gebietet die Tora dem Manne, nachdem er sich zur selbst\u00e4ndigen Aus\u00fcbung eines Berufes vorgebildet und den n\u00f6tigen Besitz zur Ern\u00e4hrung erlangt hat, mit einem Weibe sich zu verbin\u00adden, um im Vereine mit demselben eine Familie zu gr\u00fcnden und die Kinder, die Gott ihnen schenkt, nach den Grunds\u00e4tzen der Tora zu t\u00fcchtigen Menschen und frommen Israeliten zu erziehen, damit das Reich Gottes in der Menschheit erhalten und vermehrt werde. Diese Verbindung von Mann und Weib hei\u00dft Ehe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3. Wie wir aus der Sch\u00f6pfungsgeschichte wissen, hat Gott selbst im Paradiese die erste Ehe gestiftet, als letztes Werk der Sch\u00f6pfung. Wir m\u00fcssen darum die Ehe als eine auf das zeitliche und ewige Wohl der Menschen berechnete g\u00f6ttliche Heils\u2011 und Heiligungsanstalt betrachten. Die Unterlassung der Eheschlie\u00dfung setzt den Menschen der Gefahr der schwersten S\u00fcnden aus und f\u00fchrt zum Verderben des einzelnen, wie zu dem der ganzen mensch\u00adlichen Gesellschaft. Ihre volle Heils\u2011 und Heiligungskraft \u00fcbt die Ehe jedoch nur dann, wenn die Eheleute genau nach den Vor\u00adschriften leben, welche die Tora ihnen erteilt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">4. Der Mann ist schuldig, seine Frau wie sein Leben zu lieben; ihre Achtung und Ehre aber mu\u00df ihm teurer sein als die seinige. Er darf sie nie seine \u00dcberlegenheit an Kraft f\u00fchlen lassen und mu\u00df sie um so mehr mit Sanftmut behandeln, als ein rauhes Wort dem zartf\u00fchlenden Weibe leicht Tr\u00e4nen entlockt. Insbesondere ist er verpflichtet, sie zu sch\u00fctzen, mit aller Kraft zu arbeiten, um seinem Weibe in gesunden und kranken Tagen reichlichen Lebensun\u00adterhalt und anst\u00e4ndige Kleidung zu verschaffen, und wenn seine Verm\u00f6gensumst\u00e4nde es gestatten, ihr auch \u00fcber das Notwendige hinaus Vergn\u00fcgen und Freude zu machen. Au\u00dferdem soll er daf\u00fcr sorgen, dass sie auch im Falle seines fr\u00fcheren Ablebens als Witwe nicht notleiden m\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">5. Die Frau ist verpflichtet, ihren Mann \u00fcber alles zu lieben und zu ehren und ihm, als ihrem Besch\u00fctzer, willig zu gehorchen. Sie sei stets bestrebt, durch Anmut und Bescheidenheit seine Wohlge\u00adfallen zu erwerben, und vermeide alles, was in ihm Gef\u00fchle erwek\u2011ken k\u00f6nnte, die seine Liebe zu ihr vermindern m\u00fc\u00dften. Sie suche ihr h\u00f6chstes Vergn\u00fcgen in&nbsp; ihrem Hause, dort \u00fcbe sie die ihr besonders obliegenden Pflichten, suche den Erwerb des Mannes zu erhalten und durch die ihren Kr\u00e4ften und ihrem Geschlecht ent\u00adsprechenden Arbeiten zu vermehren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">6. Ehegatten sind sich gegenseitig den h\u00f6chsten Grad von Treue schuldig; sie d\u00fcrfen keinen Augenblick vergessen, dass sie aus\u00adschlie\u00dflich nur sich einander angeh\u00f6ren, und d\u00fcrfen auch nur den leisesten Gedanken an eine andere Verbindung, also den Gedanken an die schwere S\u00fcnde des Ehebruchs, nie in sich aufkommen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">7. Au\u00dfer diesen allgemeinen Vorschriften haben israelitische Ehegatten noch andere heilige und heiligende Toravorschriften zu beobachten, die in diesem Buch nicht alle aufgef\u00fchrt werden k\u00f6n\u00adnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eheschlie\u00dfende sind verpflichtet, sich dar\u00fcber durch ihre Eltern, Verwandten oder durch Torakundige belehren zu lassen, um sich vor S\u00fcnden zu bewahren, deren Begehung die Tora mit derselben Strafe wie die Nichtbeobachtung des Vers\u00f6hnungstages, mit Ausrottung bedroht. Diese unerl\u00e4\u00dfliche Belehrung kann sich jeder aus dem schon erw\u00e4hnten, in deutscher Sprache geschriebenen Buch (&nbsp; ) von Rabbiner S.B. Bamberger s.A. verschaffen. (Frankfurt a.M. J. Kauffmann.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gott schuf den Menschen in seinem Bilde, im Ebenbilde Gottes schuf er ihn, m\u00e4nnlich und weiblich schuf er sie. Und Gott segne\u00adte sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehret euch und f\u00fcllet die Erde. 1. Mos. 1, 27.28.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gott sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei, ich will ihm eine Hilfe schaffen, die sich ihm gegen\u00fcber eignet&#8230; Darum verl\u00e4\u00dft der Mann seinen Vater und seine Mutter und schlie\u00dft sich seinem Weibe an, und sie werden zu einem Fleische. 1. Mos. 2, 18.24.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gott war Zeuge zwischen dir und dem Weibe deiner Jugend, dem du treulos wirst, sie ist deine Genossin und das Weib deines Bun\u00addens&#8230; Darum beherrschet euren Trieb, dass er dem Weibe deiner Jungend nicht treulos werde. Mal. 2, 14,15.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Weisheit der Frauen baut ihr Haus, die Torheit rei\u00dft es mit H\u00e4nden nieder. Spr. Sal. 14,1.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer die Ehe bricht mit dem Weibe seines N\u00e4chsten, soll get\u00f6tet werden, der Ehebrecher und die Ehebrecherin. 3. Mos. 20,10.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ihr sollt Israels Nachkommen lehren, sich von ihrer Unreinheit fern zu halten, dass sie nicht sterben durch ihre Unreinheit, indem sie unrein machen meine Wohnung, die sich in ihrer Mitte befindet. 3. Mos. 15,31.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Gott schuf den Menschen als Mann und Weib. 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